Freitag, 4. Mai 2012

Kollaps voraus: Aktuelle Daten zur Finanzkrise


Aktuelle Zahlen lassen nichts Gutes erahnen und zeichnen ein düsteres Bild der Lage auf dem Finanzmarkt. Mit jedem Tag wird die Situation verschlimmert, die Bereinigung am Ende wird umso größer ausfallen müssen. Letzte Lebenszeichen eines zum Sterben verdammten Komapatienten.

Zum 2. Mai 2012 kletterte die Einlagenfazilität in Europa in schwindelerregende Höhen: 803,064 Mrd. Euro betrugen die Einlagen der Geschäftsbanken bei den nationalen Zentralbanken. Die beiden LTRO-Injenktionen vom Dezember und Februar dürften damit zum großen Teil ihren Weg zurück zur EZB gefunden haben.

Die Entwicklung der Einlagenfazilität seit Januar 1999 bis vorgestern in Mrd. Euro.

Was von dieser Entwicklung zu halten ist, erklärte der baldige Deutsche Bank-Chef Jürgen Fitschen in der Welt bereits vor vier Monaten, als die Einlagenfazilität noch bei ungefähr 500 Mrd. Euro lag:
"Unter uns nennen wir das Angst-Indikator (...). Dieser Angst-Indikator ist heute höher als 2008 (...). [Es zeigt:] Irgendetwas stimmt nicht. Das Vertrauen ist verschwunden."
Eine der Folgen dieser Entwicklung ist, dass kleinere und mittlere Unternehmen nur sehr schwer an Kredite kommen, da die Kreditbedingungen drastisch verschärft wurden, wie die Deutschen Mittelstands Nachrichten unter Berufung auf eine Studie der EZB melden.

Die Studie zeigt unter anderem, dass in Griechenland nur 30 Prozent der Unternehmen ihre gewünschten Kredite in vollem Umfang gewährt bekommen. In Spanien sind es rund 45 Prozent, in Italien rund 50 Prozent und in Portugal etwa 55 Prozent. In Deutschland erhalten dagegen über 80 Prozent aller Unternehmen ihre Kredite in vollem Umfang.

Gleichzeitig entschied die EZB gestern, den Leitzins weiterhin bei einem Prozent zu belassen. Bereits im Dezember letzten Jahres senkte die Notenbank mit der Mindestreserve ein wichtiges geldpolitisches Instrumentarium auf einen Prozentpunkt.

Bei der Jugendarbeitslosigkeit in Südeuropa wurden ebenfalls neue "skandalöse" Zahlen bekannt. In Italien, Spanien, Griechenland und Portugal gab es jeweils ein neues Allzeit-Hoch, wie Querschüsse unter Berufung auf die europäische Statistikbehörde EuroStat berichtet. Demnach beträgt die Quote in Griechenland 51,2 Prozent, in Italien 35,9 Prozent, in Portugal 36,1 Prozent und in Spanien 51,1 Prozent für den März 2012.

Da wirkt es wie blanker Hohn, wenn Mario Draghi in der Presse Sätze äußert wie:  "Ich verstehe die Wut der Menschen" oder "Wir wissen, dass regionale Diskrepanzen in der wirtschaftlichen Entwicklung normal sind".

Für weitere Daten und Analysen zur Finanzkrise eine Seitenempfehlung: Querschuesse.de


Quellen:

Querschüsse: Einlagefazilität bei 803,064 Mrd. Euro

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Mario Draghi solte mal besser seiner Krawatte einen nützlichen Sinn geben.

Er könnte sich an einer hohen Laterne ein wenig zur Schau stellen, dieser Eurokrat.

Anonym hat gesagt…

Die Menschen wachen aber nicht auf,sie sind immer noch im Dornröschenschlaf. Es wäre vorteilhaft, wenn mehr Menschen aktive Krisenvorsorge betreiben würden, um für einen evt. Crash des Finanzsystems gerüstet zu sein. Denn es wird so schon hart genug werden. Prof. Dr. Hans J Bocker hält im folgenden eine inspirierende Rede über den Realitätsverlust vieler Bürger, die die Krise einfach noch nicht ernst genug genommen haben:
http://www.survivalscout.de/2012/05/07/prof-dr-hans-j-bocker-realitatsverweigerung/

Anonym hat gesagt…

Ich les ja schon seit einigen Jahren diese und jene alternative Blogs, darunter auch gut recherchierte journalistische Sachen von Geschehnissen hinter den Kulissen vom Macht und GeldAdel ..
Bisher hab ich zwar auch einige Artikel zum Thema *Krisenvorsorge*, Selbstversorgung, und einige wenige über autarke Gemeinschaften gelesen, Lebensmittel anbauen ... - aber:
Noch nie fand ich einen Artikel über
Selbst-Herstellung von Toilettenpapier.
Bestenfalls das da fand ich:
http://www.videoportal.sf.tv/video?id=0c1b1eb6-22a0-4c25-bd29-5d7a6d4b7bfe
http://www.denkmalvonhinten.de/gaby/_2familie/_5gaby/topa/links-hersteller.htm

spion hat gesagt…

Stellvertretend: Spanien hat zwischen 2000 und 2006 Strukturhilfen im Umfang von 57,3 Mrd. Euro bekommen und war damit der größte Nettoempfänger in der EU. Vor einigen Tagen hat Brüssel nachgelegt mit 100 Mrd. Euro aus dem sog. Rettungschirm.
Wäre die ganze Kohle nicht geflossen, wäre der Absatzmarkt für deutsche Produkte empfindlich getroffen worden.

Paktisch ist die EU eine gewaltige Subventionsmaschine. Die Wirtschaftswoche rechnete vor einigen Jahren vor, daß es in Deutschland rund 9 Mill. Arbeitslose gäbe. Man kann sich leicht ausrechnen, was passieren würde bei eine Kürzung des Arbeitslosengeldes um nur 10%. Die Supermärkte würden unter Druck geraten, Investorengruppen, die sich auf Arbeitslose als Mieter spezialisiert haben, Anbieter für PC-Kurse um Statstiken zu fälschen, ein Kreislauf von steigenden Preisen und Insolvenzen würde in Gang gesetzt.
Es schaut aus, daß das Arbeitslosengeld gezahlt wird, um die Preise von Verbrauchsgütern unten zu halten.

Der Staat subvenioniert so gewaltig, Kabelausbau, Energiewende, massiv öffentliche Bauaufträge aus Schattenhaushalten, den Brüsseler Amtsapparat, Banken, Staaten, verschenkt U-Boote, zahlt Entwicklungshilfe, Kultur, den Öffentliche Dienste, Kombilöhne, daß die Last längst viel größer ist als der Vorteil. Soviel kann die Realwirtschaft nicht an Steuern generieren, daß damit Schulden abgebaut werden könnten. Ich denke Brüssel ist froh, solange die Zinsen irgendwie bezahlt werden können. Weil's sonst pleite ist.
Von Schuldenabbau träumt man nur.

Wettbewerbsfähigkeit ist eine limitierte Ressource. Steigerung ist eine Märe.
Es lassen sich nicht unendlich Autos verkaufen. Das Geschäft des einen Anbieters ist der Nachteil des anderen.

Brüssel ist eine gewaltige Subventionsmaschine - Arbeitslose organsieren Arbeitslose. Das kann nicht gut gehen. Der Crash kommt. Die Globalisierug ist marode.

gutscheine zum ausdrucken hat gesagt…

sehr guter Beitrag

Anonym hat gesagt…

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